ORGEL NORDRACH

Orgel

Die Orgel wurde 1905 von der Orgelbaufirma Roethinger aus Straßburg-Schiltigheim im romantischen Stil erbaut. 1977 wurde sie von Franz Winterhalter im damaligen Sinne barockisiert, und umintoniert, wodurch leider ein sehr unausgewogenes Klangbild entstanden ist. Die ursprünglich pneumatische Traktur wurde 1977 durch eine elektrische Traktur ersetzt, der Spieltisch neu hergestellt, um 180° gedreht und etwas nach vorne versetzt.
Ende 2000 wurde  von Claudius Winterhalter eine Orgelrevision durchgeführt. Neben einer allgemeinen Reinigung der Orgelanlage und einer Intonationskorrektur wurde das Schwellwerk klanglich umgestaltet.

Die Orgel besitzt auf zwei Manualen und Pedal folgende Register:

Hauptwerk

1. Manual, C-g'''

Prinzipal 16'
Prinzipal 8'
Flout-major 8'
Doppelgedeckt 8'
Gamba 8'
Quintatön 8'
Trompete 8'
Oktave 4'
Rohrflöte 4'
Cornet 5-fach
Mixtur 4-fach

Schwellwerk

2. Manual, C-g'''

neu: Claudius Winterhalter 2001 (Reihenfolge der Registerwippen am Spieltisch)
13. Geigenprinzipal 8‘
14. Flaut amabile 8´
15. Lieblich Gedeckt 8´
16. Salicional 8‘
17. Vox coelestis 8‘
18. Prinzipal 4‘
19. Gemshorn 4‘
20. Quinte 2 2/3‘
21. Flageolet 2´
22. Terz 1 3/5‘
23. Oboe 8´
24. Tremolo -

Pedalwerk

C-d' ausgebaut, Tasten bis f'

Violonbass 16'
Subbass 16'
Gedecktbass 16'
Bombarde 16'
Oktavbass 8'
Flötbass 8'
Tenoroktave 4'

Koppeln:
II-I
I-P
II-P

Die neue Stellung der Register im Schwellwerk

 

Fenster      //////////////////////////////////  Wand   //////////////////////////////////////////////////

 

wie 1905

Flaut amabile 8´

Salicional 8‘                 1978 ab c0 mit voix céleste als Schwebung zweichörig

Lieblich Gedeckt 8´

Gemshorn 4‘

Oboe 8´

                                                  Stimmgang

 

neu 2001

Terz 1 3/5‘                  vorhanden C-H neu (2001)

Flageolet 2´                  vorhanden

Quinte 2 2/3‘                vorh.

Prinzipal 4‘                   vorh.

Vox coelestis 8‘            ab c0 v. Schwebung (1978)

Geigenprinzipal 8‘          v. Lager (Voit/Walcker um 1900)

 

Die aktuellen Winddrücke (Messung 11.12.00): Man. I / Man. II / Ped. je 92 mm WS

Abschließende Beurteilung
durch Erzb. Orgelinspektor und Bezirkskantor Matthias Degott am 27. Januar 2001

Die beschriebenen Arbeiten sind sorgfältig und vollständig ausgeführt worden. Es ist zu erwarten, dass das wertvolle Instrument im technischen Bereich für lange Zeit wieder zuverlässig spielen wird. Die klanglichen Überarbeitungen, vor allem die Dispositionsveränderungen im Schwellwerk sind außerordentlich gut gelungen. Man kann sagen, dass das Instrument durch die Arbeiten vor allem auch in klanglicher Hinsicht sehr hinzugewonnen hat. Die Gemeinde darf stolz sein, nunmehr wieder ein historisch und klanglich wertvolles Instrument zu besitzen, das sich stilistisch und künstlerisch hervorragend in das einzigartig geschlossene Gesamtensemble ihres Gotteshauses einfügt.

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